Firewatch: Fesselnde Story, ansehenliche Grafik

Firewatch Review - MabaWorld
test!

Ich hätte nie gedacht, dass mich Firewatch so sehr packen würde.

Darum geht’s

Henry fängt 1989 in Wyoming einen Job als Feuerwächter an, nachdem seine Frau erste Anzeichen von Alzheimer zeigt. An seinem ersten Tag wird er von Delilah, einer anderen Feuerwächterin, mit der er nur über Funk kommuniziert, zu einem illegalen Feuer zweier betrunkener jugendlicher Mädchen geschickt. Auf seinem Weg zurück zum Wachturm trifft er auf einen Unbekannten, welcher jedoch sofort, als er bemerkt wird, verschwindet. Als er an seinem Wachturm ankommt, ist dieser total verwüstet, als ob jemand nach etwas gesucht hätte.

MabaWorld: Firewatch Aussichtsturm

Unser – noch unversehrter – neuer Arbeitsplatz.

Henry und Delilah

Zugegeben, die Story ist nicht sonderlich actionreich, und viele Personen werdet ihr auch nicht kennenlernen. Aber darum geht es auch überhaupt nicht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ihr, Henry, und eure Vorgestzte Kollegin, Delilah. Ihr unterhaltet euch über Handfunkgeräte, wobei nicht nur ihr beide diese Frequenz abhört.

Firewatch ist das erste Spiel des Entwicklerstudios Camo Santo aus L.A. Das Studio besteht teilweise aus erfahrenen Entwicklern, darunter dem Creative Director Jake Rodkin, der zuvor für Telltale gearbeitet hat und unter anderem an The Walking Dead, Tales of Monkey Island und Sam & Max beteiligt war.

Das Abenteuer beginnt

Wenn ich ein neues Spiel in den Händen halte, dauert es oft mehrere Tage bis Wochen, bis ich dieses Spiel durchspiele. Aber bei Firewatch, war das anders. Nachdem ich die uns zur Verfügung gestellte Fassung von Firewatch freischaltete, war ich weder sonderlich an Firewatch interessiert, noch hatte ich mich im Vorfeld darüber informiert. Wahrscheinlich wurde ich gerade wegen meines anfängliches Desinteresses von Firewatch überrascht. Aber nun zum eigentlichen Test.

Startscreen Firewatch - MabaWorld

In diesen Szenen erfahren wir eine Menge über Henry und seinen neuen Job als Feuerwächter.

„Melancholische Musik, einige Untertitel, und umherwirrende Gedanken.“ – so würde ich die ersten 20 Minuten von Firewatch beschreiben, dabei gehört besonders dieser Anfang zu den für mich markantesten Stellen, wenn man die Ziele von Firewatch bedenkt. Camp Santo wollte keinen großen Action bezeihungsweise Adventure Titel herausbringen, sondern ein Spiel über das „Erwachsensein“.

 

Zugegeben, es gibt Ziele die besser klingen. Dennoch macht genau das Firewatch aus.

In einem verrosteten Pickup fahren wir zu unserem neuen Arbeitsplatz. Einem Look-Out in den Wäldern von Wyoming.

Nach dem Betreten unseres Büros – Schlafzimmers, wie auch immer man möchte, hören wir einen Funkspruch einer attraktiven Stimme. Eine Stimme die uns lange begleiten wird, dessen Gesicht wir aber wahrscheinlich nie kennenlernen. Hier hat Camo Santo absolut alles richtig gemacht. Die Kommunikation zwischen Henry und Delilah soll im Mittelpunkt stehen, und das tut sie ausnahmslos.

Auch wenn wir Delilah, unsere Vorgesetzte und einzige Bezugsperson, mit einem Walkie-Talkie erreichen, fühlen wir uns oft verlassen. Verlassen, weil irgendwas mit diesem verdammten Wald nicht stimmt. Diese Erkenntnis, versetzte mich oft in Paranoia, obwohl Firewatch absolut kein Horrorspiel ist. IGN bezeichnet es zeitweilig als Mystery Thriller.

Grafik & Spielwelt

Firewatch präsentiert sich in einer auffallend eleganten Grafik, die perfekt mit der Flora und Fauna der Spielwelt harmoniert.

Das Ende von Firewatch enttäuscht viele Spieler, aufgrund seiner schlichtheit. Das liegt an der Dramatik, die sich während des Spiels aufbaut, aber am Ende zerstört wird. Man erhofft sich noch eine letzte Wendung, die durch das „Erwachsensein“ leider nicht erfüllt wird.

20€ für einen Abend voller Spaß

Wem das zuviel ist, möchte ich das 12-teilige „Let’s Play“ von Gronkh ans Herz legen.

Über den Autor

Malte Zwillus
Malte schreibt nicht nur für die MabaWorld, sondern ebenfalls für mehrere internationale Onlinemagazine. Sitzt er in keiner Redaktion, arbeitet er als selbstständiger Medienberater.

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